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Recherche + Fotos: GLAS-BMW V8, 3.0l

Zwei deutsche GLAS-8-Zylinder Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt unserer aktuellen Arbeit.

Es sind eigentlich noch Youngtimer, aber sicherlich so selten und interessant, wie manch "echter Oldtimer": genauer, es sind ein GLAS-BMW 3000-V8 und ein modifizierter GLAS-5,8l-V8, beide aus den sechziger Jahren.

Der GLAS-V8 ist ein Gran Turismo Coupé der HANS GLAS GmbH in Dingolfing
und wurde im September 1965 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt.

Bekannt wurde dieses deutsche Automobil-Werk schon in den 50ziger Jahren. speziell durch die  Produktionen landwirtschaftlicher Maschinen, Motorroller und durch seine erste PKW-Entwicklung: dem Kleinstwagen GOGOMOBIL.

Das GOGOMOBILzoom
Das GOGOMOBIL
 

Der erste wirtschaftliche Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg zeigte sich durch die wachsende Produktion und Verkäufe von 2-Rädern, hauptsächlich Mopeds und Motorräder. Das beginnende "Wirtschaftswunder" schaffte Kaufkraft für Kleinstwagen. Von den ca. 30 unterschiedlichen Herstellern und Marken, war sicherlich das GOGOMOBIL das bekannteste und beliebteste Fahrzeug aus dem Kleinstwagenbereich.

Mercedes und BMW bauten Mitte der 50ziger Jahre schon repräsentative Großlimousinen, nicht nur für die Taxi-Unternehmer, sondern auch für die ersten erfolgreichen Unternehmer des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Krieg.

HANS GLAS wollte an dieser Entwicklung teilhaben und plante, neben den inzwischen von ihm entwickelten Mittelklasse PKWs, ebenfalls eine grosse Limousine zu bauen, wie sein MItbewerber BORGWARD mit seiner Groß-Limousine P100. So schickte er 2 Entwicklungsingenieure nach Italien zum PIETRO FRUA, dem damaliegen Chef-Designer des Sportwagenproduzenten MASERATI. Dort wurde, aus Kostengründen eine Karosserie-Zeichnung von Pietro Frua erworben, den der Designer selbst nie bauen konnte oder wollte, ein sogenannter "Schubladen-Entwurf" einer 4 türigen Limousine. 

Das war für Fa. GLAS die Basis für ein schnittiges Fahrzeug mit italienischer Design-Linienführung. Resultat dieser Geschichte ist daher der "Spitzname" dieses Automobils, der in Sammlerkreisen stolz "Glaserati" genannt wird.

Der GLAS-V8 ist ein Gran Turismo Coupé der HANS GLAS GmbH in Dingolfing und wurde im September 1965 auf der IAA vorgestellt.

 
 
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Die Entwicklung zur Serienreife dauerte dann noch fast ein Jahr. Im August 1966 wurden die ersten Serienfahrzeuge ausgeliefert. Der 2.580 cm³ große Motor entwickelte 150 PS (110 kW) und beschleunigte den vollwertigen 4-Sitzer auf bis zu 195 km/h. Die von Fa. Boge entwickelten selbstregelnden Hydromat-Stoßdämpfer ermöglichten erstmals bei einem deutschen Serien-PKW eine automatische Niveauregulierung. Probleme mit dem Vergaser ließen die Wagen die prognostizierten 200 km/h nicht erreichen.

Bereits ab Februar 1966 war ein Prototyp mit einem auf 3,0 Liter aufgebohrten Motor entstanden. Aus 2.982 cm³ Hubraum schöpfte er 160 PS (118 kW) Leistung. Das reichte nun für die gewünschten 200 km/h. Auch ein 3,2-Liter-Aggregat mit 175 PS (129 kW) war in Arbeit. Da die Hans Glas GmbH jedoch in eine wirtschaftliche Schieflage geriet und am 10. November 1966 von BMW übernommen wurde, kam es zunächst nicht zu einer Serienfertigung.

Ab September 1967 wurde dann der im Vorjahr entwickelte Glas 3000 V8 praktisch unverändert – nur mit einem BMW-Zeichen auf der Motorhaube – als Glas-BMW 3000 V8 doch noch in Serie gefertigt.

Von September 1967 bis Mai 1968 sind 418 Glas/BMW V8-Coupés entstanden.

Front des GLAS-V8
Front des GLAS-V8
Front des GLAS-BMW
Front des GLAS-BMW
 

Unsere Recherche zu den beiden KFZ-Veteranen GLAS-V8

Während im silbernen GLAS-BMW der Originalmotor mit 8 Zylindern und 3 Liter Hubraum "gurgelt" , wurde der blaue GLAS-V8 in die USA exportiert und dort im Laufe der Jahre extrem modifiziert: das Fahrgestell wurde überarbeitet, eine vergrößerte Bremsanlage und ein 5,8l- V8-FORD-MUSTANG-MOTOR mit MUSTANG-Automatikgetriebe wurden eingebaut.

Diese extreme Aufrüstung enthält ein Power-Aggregat, das einen potenzierten Fahrspass garantiert!

Hören Sie sich den Motor-Sound beider Fahrzeuge an!

Zur Zeit sind wir "auf der Spur" eines amerikanischen Vorbesitzers, der vielleicht diese Modifizierung veranlasst hat: es war wohl einer der 4 Ex-Ehemänner der amerikanischen Schauspielerin DORIS DAY, Marty Melcher (wir sind noch nicht zu 100% sicher, aber wir recherchieren weiter ...).

Über mehrere Umwege kam der PKW wieder nach Europa und befindet sich z.Zt in Norddeutschland.

... wir sammeln im Augenblick noch weitere Informationen, die dann in die Oldtimer-Dokumentation einfließen.

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